
Kronen Zeitung
CONFERENCE LEAGUE
Nur violettes Zuckerl! „Horror-Gruppe“ für Rapid
Das Wiedersehen mit Fiorentina sticht heraus, aber Rapid zog in der Conference League eigentlich eine „Horror-Gruppe“. Nicht attraktiv, aber schwer.
„Wir wollen es schaffen, dass man gar keine Kassen mehr aufmachen muss, weil es ohnehin keine Tickets mehr gibt. Dafür sind wir zuständig.“ Über sein Ziel mit dem heimischen Fan-Krösus Rapid – abgesehen von einem Titel natürlich – macht Peter Stöger nach dem 2:0-Fußballfest gegen Györ keinen Hehl. Von Köln und Dortmund ist der 59-Jährige ausverkaufte Arenen gewöhnt, das soll auch in Hütteldorf irgendwann zur Normalität werden. „Diese Kraft, die den Verein auszeichnet“, war sein Anreiz, den Job bei Rapid anzunehmen. „Dazu gehört das internationale Geschäft.“ Auch wenn die Freude gestern getrübt wurde ...
Da verfolgte die Mannschaft gemeinsam die „Auslosung“, die keine war: Belgiens Ex-Internationaler Eden Hazard drückte auf den grünen Knopf, den Rest spuckte der Computer aus. Und ließ allen das Gesicht einschlafen. Nicht Glasners Crystal Palace, kein Mainz, Straßburg oder AEK Athen.
Zweimal nach Polen
Die Stöger-Truppe muss zweimal nach Polen zu Meister Lech Posen und Vize Chestochowa und zum bosnischen Titelträger Mostar. Für die Fans heiße Pflaster, keine Highlights, sportlich aber schwer. Und in den drei Heimspielen gibt es auch nur ein violettes Zuckerl, das Wiedersehen mit Fiorentina. Vor zwei Jahren gewann Rapid im Play-off daheim dank eines Grüll-Elfers 1:0, schied aber mit einem 0:2 in Italien aus. Die Pioli-Truppe hat einen Marktwert von 291 Millionen Euro, einige Stars wie Kean, De Gea, Dodo und Dzeko. „Attraktiv, super für die Fans“, versuchte Sportchef Markus Katzer, etwas Positives zu finden.
Ansonsten empfängt Rapid noch WAC-Bezwinger Omonia Nikosia, gegen den Grün-Weiß schon letzte Saison in Zypern 1:3 verlor, und zum Abschluss Universitatea Craiova, aktuell Tabellenführer in Rumänien. „Keine überragenden, klingenden Namen für jemanden, der nicht so im Geschäft ist“, atmete da auch Stöger schwer. „Fiorentina kennt man, da brauche ich nichts sagen. Für mich ist das eine schwere Gruppe.“
Auch kein Vergleich zu der „Trostlos“-Gruppe in der Ligaphase der Conference League in der letzten Saison – da schloss Rapid die 36er-Liga als starker Vierter ab, zog direkt ins Achtelfinale (Top 8) ein. Die K.-o.-Phase, das Play-off (Top 24), ist jetzt auch das Ziel, sollte möglich sein – Stöger bleibt zurückhaltend: „Wenn wir es ordentlich hinkriegen, können wir Punkte mitnehmen.“
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